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Donnerstag, 3. April 2025

NMAA - TuS Wickrath - TURA Brüggen

TuS Wickrath - TURA Brüggen

21.03.25

Zwischen Mönchengladbach Zentrum und dem Garzweiler Tagebau liegt Wickrath und dort spielt der heimische TuS in der Kreisliga auf der ebenfalls in Wickrath liegenden BSA. 

In dieser Saison spielt Wickrath mit mäßigem Erfolg in der Bezirksliga-Gruppe 3 am Niederrhein. So auch am Tage unseres Besuches, als es unter Flutlicht vor 70 Anwesenden gegen die TURA aus Brüggen geht. 

Die Versorgung am Platz sichert ein recht großes und schönes Vereinsheim. Bitburger aus der Flasche und sämtliche anderen Softdrinks werden zu erschwinglichen Kursen angeboten. Zu essen gab es:

Bockwurst mit Senf. 


Wer Wickrath gerne nochmal abhoppen möchte, dem empfehlen wir eine Verlegung des Vorhabens in die kommende Adventszeit. Da ist nämlich am Schloss Wickrath ein wirklich schöner Weihnachtsmarkt. Aber wir schweifen ab.


Da unser Tross heute schon eine recht beachtliche Größe angenommen hatte, wurde recht viel Zeit am Rande des Spiels verquatscht. Daraus ergab sich nachfolgender dramatischer Sachverhalt:


0:1 verquatscht 

0:2 verquatscht 

1:2 Bier holen

1:3 gesehen und die Frage gestellt „Wie viel steht es eigentlich?“

1:4 Pipi

1:5 gesehen „Boah….hat irgendwer alle Tore gesehen?“ 

2:5 gesehen und die Antwort erhalten „Ja! Und das Spiel war im Vergleich zu eurer Laberei auch wirklich unterhaltsam!“

Der Abend war dennoch schön und diesen ließ man im Vereinsheim ausklingen. Bis auf 10 Minuten war der Sieg der Brüggener Elf nie wirklich gefährdet. Eine durchaus ansehnliche Partie beider Teams attestierte der aufmerksame Teil des NMAA Trosses. 


Was gibt es noch zu sagen?

1. Die Bezirksliga scheint eine Klasse zu hoch für kommunikative Menschen.

2. Irgendwer scheint wirklich 90 Minuten lang die Spiele intensiv zu verfolgen

3. Wir fahren sicher nochmal nach Wickrath….in der Adventszeit 🎅


Frohes Fest!

Samstag, 14. Oktober 2023

NMAA - SuS Dinslaken - SC Oberhausen 20

Letzten Samstag wollten wir dem Ruhrgebiet einen Besuch abstatten. Dinslaken sollte es werden. 


Die recht neue Anlage mit einer kleinen Tribüne in der Mitte zweier Plätze, steht im Schatten von langhälsigen Schloten, Ruhrgebiets-typischer Industrieanlagen. 

Das Vereinsheim wusste mit einer preislich fairen und klassischen Nahrungsauswahl (Bratwurst/Pommes) ebenso zu gefallen, wie ein kleiner angeschlossener Fanshop. Einzig die Getränke-Auswahl mit KöPi und Diebels Alt, entsprachen wenig unserer Vorstellung von einer adäquaten Flüssigversorgung zum Fußballspiel. Trotz des - subjektiv - schlechten Bieres, ist auch hier die Kostenansage im vorinflationären Bereich angesiedelt. Trés bien! 

Oberhausen schlug mit ca. 30 Gästefans auf, die einen fantastischen Unterhaltungswert besaßen. Allen voran Kult-Trainer Thorsten Möllmann, machte das Spiel über 90 Minuten zu einem einzigartigen Erlebnis. Jeder Ballkontakt, jeder Spielzug, wurde lauthals mit feinstem Ruhrpott-Dialekt kommentiert. Nicht immer wahrheitsgemäß, allerdings immer respektvoll dem Gegner gegenüber. 

Dafür besuchen wir diese Spiele!


Das Spiel:

Dinslaken kommt sehr gut ins Spiel und macht zügig 2 Tore. Gepaart mit den Chancen waren die Gäste aus Oberhausen mit einem 2:0 Halbzeitstand ganz gut bedient. 

Scheinbar zogen in der Gästekabine zum Pausentee ordentlich Gewitterwolken auf und es kam zu einem Donnerwetter. Eine - wie ausgewechselte - Oberhausener Elf, betrat zu den zweiten 45 Minuten das künstliche Grün und nach einem Doppelschlag kurz nach Wiederanpfiff steht es 2:2. Alles auf Anfang. Ein offener Schlagabtausch folgte, in welchem beide Teams vor knapp 100 Anwesenden, sich wahrlich nichts schenkten. Man kann es drehen und wenden wie man will - der Ball wollte nicht nochmal die Torlinie überrollen. 2:2 Endstand.

Leider wurde es nach Abpfiff dann etwas unruhig unter den Anwesenden und es kam zu einem weiteren „Schlagabtausch“. Dies zog selbstredend einen Polizeieinsatz nach sich. Ziemlich schade, denn über das gesamte Spiel mauserte sich unser Besuch zu einem der lohnenswertesten im Jahr 2023.

Wer nun mit dem Unfug begonnen hat oder nicht, war nicht auszumachen und kann auch egal sein. Denn grundsätzlich erweisen sich solche Ereignisse als "Bärendienst" für den Amateurfußball. Die lokalen Gazetten schrieben natürlich in der vergangenen Woche primär über den Zwischenfall nach dem Spiel. Was der eigentlich guten Partie, einen unwürdigen Rahmen versetzte. 


Schade!

Freitag, 22. September 2023

NMAA - TuRa Brüggen - Rhenania Hinsbeck

Mittwochabend - Flutlichtspiel - Kreispokal Kempen/Krefeld

Im Sportpark Vennberg vor ca. 50 Zuschauenden sollten wir mit einem anständigen Spiel belohnt werden. Der Sportpark selbst verfügt über drei moderne Plätze, wobei uns der Kunstrasenplatz, mit der lang gezogenen mehrstufigen Tribüne am ehesten zusagte. Unsere Hopping-Gruppe trat heute erfreulicherweise in ungewöhnlich großer Stärke auf. Pluspunkte gibt es sofort für die Eintrittsgelder. Keine unnötige „Frauen und Hunde kostenlos“. Alle Erwachsenen zahlen den gleichen Preis. Außer der Hund - der war kostenlos drin und hat sich auch anständig benommen. 


Geht doch! 

Nächstes Plus - wenn man das so sagen kann - das Bier war ausgesprochen günstig. Wir bekamen zwischendurch den Eindruck, dass die Apfel-Rhabarber Schorle höher zu Buche schlug als der kühle Gerstensaft. Alles aus Flaschen - alles nachhaltig. Ja, in Brüggen scheint die Welt noch in Ordnung. Auch wenn man sich dort ein latentes Alkoholproblem zufügen kann. 


Bier: Bitburger - 2,20€ - Schapper - Prost.


Wir gehen ja gern auf unsere Leser:innen ein. Ferdi Rosen hat uns vor ein paar Tagen geraten das „Rosinen-Thema“ (Bericht SV Hösel) weiter zu verfolgen. Wir können alle beruhigen: Es gab keine Rosinen. Jedenfalls nicht offensichtlich. Glück gehabt. 

Achso Fußball wurde auch gespielt. Hinsbeck -A-Kreisligist- legte gut los. Ordentliche offensiv-Aktionen über die rechte Außenbahn, brachten die brüggener Elf immer wieder in Schwierigkeiten. 15 Minuten Powerplay hinterließen bei den Gästen allerdings ihre Spuren und Brüggen nahm das Spiel sukzessive wieder in die heimische Hand. 1:0, 2:0, 3:0, 4:0….trotz immer wieder guter Vorstöße gelang es Hinsbeck nicht, der Partie Ergebnis-technisch etwas Spannung zu verleihen. 15 Minuten vor Schlußpfiff, machen die Gäste verdientermaßen dann doch noch einen (Ehren)-Treffer. Am Ausgang der Paarung änderte das allerdings nichts mehr. 4:1 für Brüggen und damit ist der Einzug in die nächste Runde für TuRa besiegelt. 

Ein klasse Spiel - schöner Ground und faire Preise. Empfehlen wir weiter!

Donnerstag, 3. August 2023

Throwback Thursday - SC Schiefbahn - VfL Tönisberg

#Nächstes Mal auf Asche 2-2021 - 03.08.21

SC Schiefbahn - VfL Tönisberg 

oder Goliath gegen Alle.

Vom heutigen Spiel erhoffte ich mir, nach fußballerischer Rohkost in der vergangenen Woche, etwas mehr Unterhaltung. Es standen sich im Kreispokal der Bezirksligist Schiefbahn und der Landesligist VfL Tönisberg gegenüber. 

7 gelbe und 1 rote Karte später ging Schiefbahn als - für mein Empfinden - etwas glücklicher Sieger vom Platz. 

Bis zum Pausenpfiff war es eigentlich ein recht ansehnliches Spiel mit leichten Vorteilen für Tönisberg, welche aber ab dem 16er konstant vergaßen wie das mit dem Tore schießen funktioniert. 

Nach dem Pausenpfiff wurde es dann für 25 Minuten schon langweiliger. 

Bis zur 70 Minute….denn da wurde dem etwas übereifrigem Keeper des VfL Tönisberg die rote Karte gezeigt. 

Tönisberg musste also auswechseln um den Ersatztorhüter aufs Feld zu bringen.

Just in diesem Moment verdunkelte sich der Himmel über dem Willicher Stadtteil, Mütter suchten panisch nach ihren Kindern und auch meine Begleitung und ich versteckten uns so gut es ging auf der etwa 500 Zuschauer:innen fassenden Tribüne. 


Wer jetzt denkt es handelt sich bei der beschriebenen Situation um das Wetter, liegt völlig daneben. 

Der gefühlt 4,20m große Ersatztörhüter von Tönisberg betrat den Platz, leichte Beben bei jedem Auftritt erschütterten die Erde rund um das Grün an der Siedlerallee. In meiner Phantasie sagte der Keeper mit dunkler, leicht hohler Stimme als er den Platz betrat folgende Worte: “Torwart nun da….Torwart jetzt spielen….danach Torwart andere Spieler aufessen!“ In Folge dessen, gab er ein wütendes Schnauben von sich, ließ aber vom Kanibalismus ab. Ich fühlte mich wie Harry Potter als er im ersten Teil der Potter Reihe, einem Troll auf dem Schulklo begegnete. Wo war bloß Hermine wenn man sie braucht.

Überhaupt nahm die ganze Situation auf dem Feld nun den Anschein als hätte sich ein Erwachsener unter die D-Jugend Mannschaften gemischt, um ein bisschen mit zu kicken.


Aber auch der Riese half Tönisberg, die trotz Unterzahl wacker und mutig weiter kämpften, nichts.

Das Spiel gewann Schiefbahn mit 2:1. 


Und hier noch die unwichtigen Fakten:


Bratwurstfaktor: War heute Friko (die im gesamten Vereinsheim auf fast jeder Tafel beworben wurde). Laut meinen Begleiter:innen war diese aber gut.

Zuschauer:innen: 90

Stimmung: Sportplatz 

Bier: Bolten aus der Flasche, alles andere aus Pappbechern 👍.


Sonstiges: Wer sich ordentlich einen in die Rüstung zimmern möchte, ist in dem schönen Vereinsheim an der richtigen Adresse. Wird doch neben den Frikos im gleichen Maße Bacardi-Cola für schlappe 3€ beworben.

Na denn Prost!


Schöner Ausflug - Danke an meine Begleitung!

Bleibt Artig!

Mittwoch, 2. August 2023

NMAA - GA Sterkrade - TUS Essen West

Das zweite Spiel unseres Sonntag-Dopplers fand in Sterkrade statt. Sterkrade ist ein Stadtteil von Oberhausen. Der Verein mit dem schönen Kürzel Glück Auf (GA) Sterkrade trägt seine Heimspiele an der Alsfeld Road aus. 

Den Überlieferungen zufolge, haben Funktionäre vom FC Liverpool einen Ausflug an die "Alsfeld Road" zu Beginn des 20 Jahrhunderts unternommen. Die Briten waren so begeistert über die Namensgebung des Sportkomplexes und der ortsansässigen Currywurst, dass sie diesen Namen mit auf die Insel trugen und fortan - bis zum heutigen Tage - ein unbedeutendes Stadion namens Anfield Road in England existiert. 

Die Currywurst wurde hingegen nicht kopiert, stattdessen isst man dort weiterhin irgendwas mit „Pie“.

Vielleicht haben wir diese Geschichte auch frei erfunden, oder sie entspricht der erschütternden Wahrheit… Die Auflösung hierzu gibt es in Folge 521 bei X-Factor mit William Riker von Raumschiff Enterprise. Aber wir schweifen ab.

Die Alsfeld Road verfügt über ein schönes modernes Vereinsheim, welches die Nahrungsgrundlagen für alle Groundhopping Begeisterten anbietet. 

Pommes

Currywurst 

Pommes/Currywurst 

Brat…Wurst 

Friko 

Krombacher 

Cola, Fanta, Sprite, Apfelschorle

Durstlöscher 

Qualität des Essens ist stabil, Portionen anständig und Preise von 1970 oder so. 

Die Mädels von Sterkrade treten nächste Woche zur Saisoneröffnung in der Kreisliga Niederrhein gegen SuS Dinslaken vor den Ball. Essen startet deutlich später in die Bezirksliga-Saison. 

Erste Halbzeit:

Das Spiel ist ungefähr so, wie die Wolken am Himmel. Arg dunkel und irgendwie wird man nicht richtig damit warm. 80% der ersten Hälfte finden zwischen den Straufraum-Grenzen statt. Klassenunterschiede sind nicht zu erkennen. Wir waren irgendwie froh als der Schiri (welcher optisch übrigens wie aus Trainspotting kopiert aussah) zur Pause pfiff. 

Zweite Halbzeit und die Spielerinnen beider Teams werfen endlich mal ein bisschen was in die Waagschale. Es entwickelt sich über die folgenden 45 Minuten ein ganz interessanter Kick, welcher unserer Ansicht nach, recht ausgeglichen erschien. Die in rot-weiß spielenden Sterkraderinnen hatten aber das berühmte Quentchen mehr Glück. 2:1 hieß es zum Abpfiff für die Truppe aus Oberhausen. 

Für uns war er dann auch wieder um, der Sonntagsausflug. 

Eine gute Restwoche ihr Pflegefälle!

Dienstag, 1. August 2023

NMAA - VfB Schwelm - 1.FC Wülfrath

Der letzte Sonntag begann für unsere Besatzung in Schwelm. Schwelm liegt nördlich von Remscheid, östlich von Wuppertal, weit südlich von Bochum und westlich von Ennepetal.

Wer nun nicht weiß wo Ennepetal liegt, dem/der können und werden wir nicht weiterhelfen. Es gäbe ohnehin wenig Gründe dorthin einen Ausflug zu machen. 

Wenn man Schwelm bei Tripadvisor eingibt, dann erhält man 6 Sehenswürdigkeiten (2 Sehenswürdigkeiten sind Kneipen) wovon lediglich eine bebildert ist. 


Zum Vergleich:

Selbst Ennepetal hat 6 Sehenswürdigkeiten und davon kann man die meisten sogar auf Bildern „bestaunen“.


Wie auch immer…wir sind kein Reisebüro. 

Der VfB Schwelm trägt seine Spiele im 2000 Plätze großen „Sportplatz am Brunnen“ aus. Beim Betreten des Grounds blickt man als erstes auf eine etwas veraltete Anzeigetafel, die - so hoffen wir sehr - noch hin und wieder betrieben wird. In Steinwurfweite zur Anzeigetafel befindet sich zudem das Kiosk am Platz. 


Hier werden:

Cola, Fanta, Sprite, Vitamalz - 2,50€

Tee, Kaffee - 1,50€

Krombacher - 2,50€

Bratwurst - 3,50€ 

feil geboten.


Was uns etwas irritiert hat, sind die Gitter vor dem Ausschank am Kiosk. Ist es denn wirklich so extremly dangerous in der Schwelmer Hood? 

Was uns gefreut hat, ist der überwiegend nachhaltige Ausschank durch die Gitter. 

Wenig Plastik - keine Ressourcen Verschwendung. Zudem verzieren das Kiosk noch Werbeleuchten, der 2011 geschlossenen Schwelmer Brauerei. Alles ein wenig shabby-chic. Auf der gegenüberliegenden Seite finden wir einen Graswall auf welchem wir Platz nehmen, um uns das Spiel anzusehen. 


Die Wülfrather Elf aus dem bergischen Land des Kreises Mettmann, startet als Absteiger aus der Landesliga in die neue Niederrhein Bezirksliga-Saison.

Der VfB Schwelm schloss die vergangene Spielzeit in der Bezirksliga Westfalen, im gesicherten Mittelfeld ab. 

Wülfrath rollt in der ersten Halbzeit wie eine Walze über den VfB hinweg. Egal was die Schwelmer auch investierten, nichts konnte das Spiel der bergischen rot-weißen aus den Angeln reißen. Völlig verdient ist daher auch der Halbzeitstand von 6:1 für die die Gäste. Insbesondere Torwart Demirhat, zeigte eine besonders souveräne und herausragende Leistung. 

Kurzum: Zur Halbzeit war das Spiel schon entschieden. 

In der zweiten Halbzeit flacht daher die Partie etwas ab und für ca. 15 Minuten bestimmen die Schwelmer das Geschehen auf dem Platz. Leider scheitert fast jeder Angriffsversuch bereits am 16er der Gäste. In der 87.Minute markiert Wülfrath durch einen Elfmeter mit dem 7:1 dann auch den Endstand der Partie. 

Im Laufe des Tages wurde uns klar, dass ein nicht unerheblicher Teil unserer Freunde ihre Wurzeln in Schwelm hat. Wir möchten hier ausdrücklich betonen: Aus allen ist trotz des Schwelmer Schicksals etwas geworden☝️. Niemand sitzt im Gefängnis (zumindest die meiste Zeit nicht) oder geht zwielichtigen Tätigkeiten nach (zumindest die meiste Zeit nicht). Nicht vorenthalten möchten wir euch aber die Eisdielen-Empfehlung von unserem Freund Markus. Dieser legt euch die Gelateria Conti ans Herz. Solltet ihr also mal in Schwelm sein (was auch immer ihr in Schwelm wollt…), dann macht einen Abstecher dorthin. Da soll das Eis fantastisch sein. Wir haben diese Nachricht leider zu spät bekommen und waren da bereits auf dem Weg zu unserem nächsten Spiel an diesem Tag. Vielleicht wäre unser vernichtendes Urteil über Schwelm dann nicht so vernichtend gewesen….obwohl….nee….


Schönen Start in die Woche - besonders allen Schwelmer:innen!

Montag, 29. Mai 2023

NMAA - SV Budberg - SV Rindern

Letzte Woche Sonntag ging es nach Labbeck weiter in die Fußball-Niederrungen des Niederrheins. 


Die Bezirksliga rief zum Aufstiegsspiel des SV Budberg. Nachdem wir bereits durch einige unserer Leser*innen auf das Spiel Viktoria Goch - SV Budberg, vor über 2200 Fans aufmerksam wurden, wollten wir uns vom Hype um die schwarz-weiße Elf aus Budberg selbst überzeugen. 

Schon bei Ankunft am Sportpark Budberg erahnt man: Hier ist heute das ganze Dorf auf den Beinen. Zwar waren es diesmal lediglich 700 Anwesende und nicht 2200, aber für ein Bezirksliga Spiel, immer noch ordentlich Alarm. Viele Menschen im Trikot und sogar ein kleiner Fanblock nebst Banner, Doppelhalter und Fahnen verzierten den Platz im Kreis Wesel. 

So ganz schienen die Budberger allerdings nicht auf den großen Andrang vorbereitet gewesen zu sein, denn noch zur eigentlichen Anstoßzeit bildeten sich lange Schlangen am Eingang. Ganz zu schweigen von der Schlange im Vereinsheim, in der man sich bedenkenlos anstellen konnte ohne Befürchtungen haben zu müssen etwas vom Kick zu verpassen….die ging nämlich bis zum Platz. 


Budberg geht bereits in der 7 Minute in Führung. Danach passiert bis zur 30 Minute, in welcher der Ausgleich für Rindern fällt, nichts mehr sonderlich Nennenswertes.  

Etwas enttäuschend: Der Fanblock der Budberger lässt, entgegen den Erzählungen aus dem Goch Spiel, so gut wie gar nichts von sich hören. 

Mit dem Halbzeitpfiff gehen die nun immer stärker werdenden Budberger mit 2:1 in die Pole Position. Bleibt es so, ist dies der sichere Aufstieg. Wir testen das Versorgungsangebot im Vereinsheim. Ehrlicherweise testen wir erstmal die sich wieder aufbauende Schlange. Da herrscht wirklich viel Nachholbedarf…wir glauben sogar, dass noch Menschen aus dem vergangenen Heimspiel (vermutlich aus der vergangenen Saison) immer noch da standen…Kinder wurden bereits in dieser Schlange zur Welt gebracht und Oppenheimer hat vor lauter Langeweile beim Warten, die Atombombe erfunden, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes mal erzählt werden. 


Zweite Halbzeit nach dem Warten. Wir schreiben das Jahr 2023. Nachdem wir uns aus der Wartezeitschleife erfolgreich befreien konnten, drückt Budberg auf die Entscheidung. 

Diese fällt auch in der 61. Minute, als es erneut im Kasten der Rindern Elf klingelte. Kurz darauf ist Abpfiff. Jetzt fragt ihr euch sicher: “Hä? Nach etwas mehr als 60 Minuten!?“


Der verfrühte Abpfiff könnte mehrere Gründe haben:


a: Der Schiedsrichter, die Gäste, die Aufstiegself feiern nach Abpfiff noch eine zünftige Party. Da möchte natürlich niemand gern warten.


b: Der Schiri stand in der Halbzeit in der selben Schlange wie wir und hat die Nase voll…


c(und die wahrscheinlichste aller Möglichkeiten): Als wir die Schlange verließen, war gar nicht mehr 2023 sondern bereits 2035. Die Statuten haben sich geändert, niemand wollte so recht auf diesen Klimawandel und die Menschen die darauf aufmerksam machten hören und hat infolge dessen aus Protest der AFD 53% in der Bundestagswahl gegeben. Nach mehreren Kraftwerksunfällen aufgrund von Laufzeit Verlängerungen in den unsichersten Atommeilern und dem Ausbau der Braunkohle-Energie, leidet nun 75% der Bevölkerung unter einer massiven Kurzatmigkeit und auch der Vorschlag, der Sonne zu sagen sie möge doch etwas weniger hell scheinen, von Trixi von Storch führte nicht zum gewünschten Ergebnis. Fast alle leiden unter starken Erkrankungen und Fußballspiele finden nur mit 30 Minuten pro Halbzeit statt. 


Falls diese Nachricht noch Menschen erreicht, die uns lieben:


Es geht uns den Umständen entsprechend gut! Und das allerwichtigste: Es gab kein Diebels!



Donnerstag, 2. März 2023

Throwback Thursday - DJK Sparta Bilk - TSV Bayer Dormagen

Nächstes Mal auf Asche 5-2021

DJK Sparta Bilk - TSV Bayer Dormagen 

oder 

„Der EuropaPark Rust ist einfach zu weit weg“

Den letzten Satz fällte heute Dienal Fue, welcher sich an der BZA auf der Fährstraße 51, zu unserer Stammbesatzung gesellte. Dazu aber später mehr.

Die Fährstraße kenne ich eigentlich nur durch das dort ansässige Fastfood Restaurant, an dem man sich früher gerne traf um gemeinsam Fahrten zu Konzerten außerhalb von Düsseldorf anzutreten. Ansonsten hält sich die hartnäckige Behauptung, dies sei das Düsseldorfer Rotlichtmilleu…ob es stimmt oder nur eine urbane Legende ist, kann ich nicht beurteilen.


Die BZA an der Fährstraße verfügt sogar über eine schicke kleine Tribüne, damit kam bei unserem Besuch heute sogar etwas Stadiongefühl auf. 

Das Spiel plätscherte in der ersten Halbzeit leider etwas dahin. Zwar war durchaus Tempo in der Paarung, Torchancen blieben allerdings Mangelware.

Ich packte die Gelegenheit beim Schopfe und fühlte unserem Begleiter ein wenig auf den fußballerischen Zahn. 


Nach der Antwort „Weißt du Niko, ich finde es ehrlich gesagt viel geiler mit 50 Gestörten in irgendeine Stadt zu nem Spiel zu fahren, als mich stundenlang über Taktiken auszutauschen…mal davon abgesehen hab ich davon auch keine Ahnung.“ war ich kurzzeitig ein bisschen verliebt. Als er weiter ausführte „Ich habe heute morgen ganz Spießig „immer wieder Sonntags“ angeschaltet….und dabei habe ich mich ertappt wie ich darüber nachdachte wie geil das wäre mit nem 50er Bus ne „Auswärtstour“ zu so ner Rentnershow zu machen. Das könnten meine 5 Minuten Ruhm im TV werden.“ hab ich überlegt, trotz gescheiterter Ehe, diesem Konzept mit Daniel nochmal eine Chance zu geben.

Auf meine Nachfrage warum man dies nicht in die Tat umsetzen soll, erhielt ich wunderbar ehrlich zur Antwort „Der Europapark Rust ist scheisse weit weg….in Rust oder so…. aber der ZDF Fernsehgarten wird in Mainz gezeigt…das würde mir der Spaß wert sein.“

„Wird das Live übertragen?“ fragte ich.

„Ja..live“ erwiderte unser Begleiter… Unsere Augen glänzten in der fantastischen Vorstellung, mit nem 50er Bus den ZDF Fernsehgarten zu entern. 

Wie man sich vielleicht denken kann, wurde die erste Halbzeit damit verbracht zu überlegen wie genau man sich Zugang zum ZDF Fernsehgarten verschaffen könnte und viel wichtiger - wie wir da Bier rein bekommen.

Zweite Halbzeit und das Spiel nimmt Fahrt auf. Dormagen hat die Nase vorn und schießt hochverdient das 1:0. Die Schlußviertelstunde allerdings gehört ganz den Gastgebern, welche den Dormagener Keeper unter Dauerbeschuss setzten. Das Spiel wurde so rasant, dass die knapp 80-90 Zuschauer:innen begonnen das Team regelrecht anzufeuern. Leider blieben die Mühen der Bilker unbelohnt und es endete mit 1:0 für Dormagen, die sich mit diesem Sieg an den zweiten Platz der Bezirksliga setzen. 


Hier noch die heute sehr erfreulichen Fakten:

Zuschauer:innen: ca.90

Stimmung: Zum Schluss recht ordentlich - keine Gesänge sondern Anfeuerungen. Eine Gruppe Bambinis scharrte sich hinterm Tor des Gästekeepers zusammen und beurteilte jeden Pfiff des Schiris mit einem lautstarken „Schiiiiiiiebeeeeer!“.

Bratwurstfaktor: Der Krakauer - Marke „ich lieg hier schon länger“ - vom Holzkohlengrill, muss ich bedauerlicherweise eine 4 geben. Auch dem Senf ausm Großmarkt verweigere ich eine anständige Bewertung. Dafür waren die Bedienungen wirklich unheimlich freundlich.

Sonstiges: Füchschen aus der Flasche. Alles Andere aus Gläsern. Dafür 1 mit *.

Fazit: Ein schöner Ausflug zu einem sehr familiären Verein.

Samstag, 18. Februar 2023

NMAA - SP.-VG. Hilden 05/06 - TUS Gerresheim

Die Tage werden wieder länger. Gott sei Dank! Dazu bescherten uns die vergangenen zwei Wochen mehrere Sonnenstrahlen, nachdem es gefühlt 2 Jahre am Stück, geregnet hat. Die Motivation zum Besuch des Kreispokal-Spiels war also vorhanden. 

Im Rheinland bereitet man sich gerade emsig auf 5 Tage:

- Prügeleien

- Alkoholleichen

- Sexismus

- Rassismus 

- Homophobie

- Ausuferndem Konsum von diversen Substanzen 

- Vandalismus 

- Vergewaltigungen

- Misshandlungen

- Und anderem „witzigen“ Kram

vor.

Die Jecken nennen das „Karneval“. Na dann: Helau und Alaaf!


Dann doch lieber Kreispokal Viertelfinale!

Bitte nicht missverstehen. Viele unserer Freunde feiern Karneval. Friedlich, lustig, ausgelassen. Selbst uns zog es schon in die närrischen Tage und all das verurteilen wir auch überhaupt nicht. Dieses Fest allerdings als Gelegenheit zu nutzen, um sich wie ein richtiges Arschloch aufführen zu können, halten wir für falsch. Leider sind auch aus der Erfahrung heraus, unsere Freunde mit deutlich weniger aggressiver Grundstimmung, in absoluter Unterzahl. Also meiden wir den Unsinn. Dennoch allen anderen (friedlich feiernden) Menschen viel Spaß und wenig Kater!

Der Platz von Hilden 05/06 liegt im Süden der Stadt und verfügt über keinerlei Tribünen. Das Gasthaus am Platz scheint etwas in die Jahre gekommen zu sein oder wird gerade umgebaut. Das weiß man nicht so genau. Was man aber weiß ist, dass es hier Schlüssel Alt und Flensburger Pils, sowie Softdrinks zu wirklich fairen Preisen gibt. Außerdem begrüßt man jeden Gast mit einem Lächeln. 

Hilden 05/06 darf sich sogar über einen, für einen Kreisligisten recht zahlreich vertretenen Anhang freuen, welcher das Team auswärts wie zu Hause unterstützt. 


Zum Spiel:

TUS Gerresheim, der Ligen höhere Club, geht als Favorit ins Rennen. Das scheint die Hildener Elf wenig zu interessieren. Es geht von Beginn an mit viel Druck gegen die Gäste aus Düsseldorf. Die in weiß antretende Elf aus dem Kreis Mettmann, dominiert über weite Strecken die erste Hälfte und geht zurecht mit 1:0 in Führung. Gerresheim ist zwar bemüht das Heft zurück in die Hand zu nehmen, findet aber nicht so richtig ins Spiel. 

Zweite Halbzeit und Hilden geht weiterhin stark gegen den Bezirksligisten vor. Ein wirklich ansehnlicher Kick wird uns geboten. Nach dem 2:0 folgt prompt der Anschlusstreffer und es wird nochmal richtig spannend. Dem Schiri scheint das Spiel ähnlich gut zu gefallen wie uns und er lässt 12 Minuten (in Worten Zwölf!) nachspielen. Die Elf aus dem Hildener Süden sind aber die Einzigen, die 100 Spielminuten zu nutzen wissen, entscheiden kurz vor Schluss mit dem 3:1 das Spiel und sichern sich so den Einzug ins Pokal-Halbfinale.

Schön auch, dass wir neben dem Platz ein paar alte Weggefährten aus F95 Zeiten treffen durften und so das Spiel noch unterhaltsamer wurde. 

Ein klasse Kick und schöner Abend war das am Mittwoch!

Sonntag, 6. November 2022

NMAA - BV Gräfrath - SC Reusrath

Kreispokal Solingen 

BV Gräfrath - SC Reusrath 

Allerheiligen ein Spiel zu finden, war gar nicht so einfach. Vermutlich wird am 01.11. einfach nur begrenzter Spielbetrieb ausgetragen, da sich der Großteil der Akteure am Vorabend bis in die frühen Morgenstunden auf irgendwelchen Halloween Partys rumgetrieben hat. 

Grundsätzlich bin ich froh, dass dem Kürbisfest mehr und mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Die Kinder müssen schließlich erfahren, dass Jesus damals aus einem garstigen Riesenkürbis eine Kürbissuppe mit Kokosmilch geschnitzt hat, um Maria und Josef in einer Schützenhalle in der Nähe von Bottrop-Kirchhellen, damit zu begießen. Danach waren wie von Zauberhand alle verkleidet und Frankenstein mit Kim Kardashian zusammen. Damit kennen wir nun den Ursprung der Menschheit. Evolution!

Ich kenne seit heute jede Sparkasse in Solingen. Ein Blick in die Geldbörse verriet: Hier ist Ebbe! Also sollte es kurz vor Anpfiff, schnell noch an den örtlichen Geldautomaten gehen. Dies gestaltete sich allerdings deutlich komplizierter als angenommen. „Diese Filiale wird geschlossen“ - „Kein Zugang zum Gelände an Sonn- und Feiertagen“ - „Vorübergehend außer Betrieb“ - „Zugang zum Vorraum nur während der Geschäftszeiten“. Nur um ein paar dieser Hindernisse zu erwähnen, die einen auf der Suche nach ein bisschen Bargeld in Solingen erwarteten. Irgendwann um 18:06 Uhr hatte man dann genug Geld für den Eintritt zusammen, schnorren wäre glaube ich sinnvoller und ergiebiger gewesen. Und vor allem schneller. Was soll’s! Das Spiel lief bei Ankunft auch schon 15 Minuten und bescherte kurz nach dem Eintreffen das 1:0 für die in rot-weiß spielenden Gräfrather. Gerade noch gesehen. Kurz vor der Halbzeit erhöht der Klassentiefere sogar auf 2:0 und das obwohl Reusrath als Landesligist, die größeren Spielanteile besaß. 

In der Halbzeit ging der Griff zur Kaffeetasse und für 1,50€ hatte das bis zum Rand gefüllte Porzellan auch einen fairen Preis. Die Cola kam für 2€ aus dem wiederverwertbaren Hartplastikbecher. Sehr gut!

Zweite Halbzeit und Reusrath wird giftig. Kurz vor Ende steht es 2:2. Dann überschlagen sich die Ereignisse. 93 Minute 3:2 für Gräfrath! Während die Solinger Elf sich schon sicher in der nächsten Runde sieht, möchte sich Reusrath in den letzten 40 Sekunden nicht geschlagen geben und netzt mit dem Schlusspfiff zum 3:3. Was für ein Spiel!

Die Verlängerung ergibt auch keinen Sieger und so geht es ins Elfmeterschießen, welches am Ende Reusrath verdient mit 7:9 für sich entscheiden kann. 


Wer etwas mehr Zeit mitbringt sollte sich 20 Minuten entfernt, auf den Industrie-Geschichtspfad der Ronsdorfer Talsperre wagen. Die Rund 10km lange Wanderung hat landschaftlich so einiges zu bieten. Darüber hinaus erfährt man auf dem Weg wie sich das bergische Land industriell entwickelte. 



Ausklingen lassen kann man den Tag dann bei einem üppigen Mahl im Akropolis Grill Solingen, auf der Cronenberger Straße. Diese 80er Jahre Imbissbude hat unglaublich Charme, nette Besitzer und zu guter Letzt, ganz hervorragendes Essen.


Bleibt gesund!

Montag, 31. Oktober 2022

NMAA - Fortuna Dilkrath - Hülser SV

Das Spitzenspiel der Bezirksliga Niederrhein Gruppe 3. Der Erste spielt gegen den Zweiten. Besonders beachtlich ist, dass der Krefelder Stadtteil Hüls als Aufsteiger der Kreisliga A in die Saison gegangen ist, sich in der Spitzengruppe der Bezirksliga festgesetzt hat und berechtigte Chancen auf einen Aufstieg in die Landesliga hat.

Dilkrath, wer es nicht weiß, liegt nordwestlich von Mönchengladbach in der Nähe der Grenze zu den Niederlanden. 

Wer im übrigen einen Ausflug ins Volksbank Stadion Dilkrath unternimmt und etwas mehr Zeit besitzt, kann um die Ecke die „Zwei Seen Runde“ entlang der Nette und des Hariksee gehen. Ein ca.1,5 Stunden langer Spaziergang, der durch eine wirklich tolle Landschaft führt.

Aber zurück zum Fußball. 

Das heutige Spiel fand vor ca. 200 Zuschauer:innen statt. Das Volksbank Stadion Dilkrath, liegt mitten in einem Wald und ist ein wirklich lohnenswerter Ground.


Fortuna Dilkrath hat im übrigen ein recht interessantes Logo. Wer sich in der aktuellen Inflation noch ein Luxusgut wie Schmelzkäse leisten kann, kennt vielleicht die Marke „le vache qui rit“. Diese Schmelzkäsekuh ist nämlich Logo des Vereins Fortuna Dilkrath. Inwiefern da Zusammenhänge zu der Kuh, die über mehrere Monate bei TUSA Düsseldorf an der Fleher Straße verweilte (wir berichteten davon) bestehen, bleibt bis dato noch unklar. Nächstes Mal auf Asche vermutet hier in ein Wespennest gestochen zu haben und einer weitaus größerem Weidetier-Verschwörung auf der Spur zu sein. Offenbar erschließt sich das Weidetier-Syndikat sowohl bis an die niederländische Grenze, als auch bis in die Kühltheken der inländischen Discounter-Filialen. Wir bleiben dran!


Zum Spiel:

Fortuna Dilkrath machte gefühlt in der ersten Halbzeit durch ein 3:0 nach 45 Minuten, den vermeintlichen Sack zu. Da half auch die Unterstützung des zahlreich mitgereisten Anhangs aus Hüls, leider nicht.

Scheinbar scheint aber die krefelder Elf in den 15 Minuten Halbzeitpause eine ordentliche Standpauke des Trainers erhalten zu haben und kam hoch motiviert wieder auf den Platz. Wäre mit der Intensität in den ersten 45 Minuten ins Spiel gegangen worden, dann hätte die Partie auf Augenhöhe, ein durchaus mögliches anderes Ergebnis präsentiert.

So blieb es nach 90 Minuten beim 3:0 für Dilkrath und damit manifestieren sich die Aufstiegsambitionen der heute in schwarz weiß spielenden Fortunen. 

In der Halbzeit konnten wir in Erfahrung bringen, dass irgendwann in den 60ern wohl ein Getreidelieferant die Logo Kuh als Markensymbol verwendete. Ja… ihr könnt ja viel erzählen… in eurem Kuhimperium. Das hängt doch alles zusammen!!!111!!!

Die Versorgung aus umweltfreundlichen Glasflaschen war sowohl kostengünstig, als auch mit Bolten Alt und gängigen Softdrinks sehr solide!

Ich rate allen dazu an einen Ausflug nach Dilkrath zu machen und dem Weidetier-Syndikat weiter nachzugehen! 


Nächstes Mal auf Asche - Wir decken auf!

Wer ist schon Walraff!?


Benehmt euch! Muh!

Samstag, 1. Oktober 2022

NMAA - Sparta Bilk - TV Kalkum

„Fast and the Furios 61“

Es gibt Menschen, die sollen es sich doch tatsächlich im Herbst mit Tee und Kerzen, irgendwo bei sich zu Hause gemütlich machen. Gerade jetzt wo die Holzkamine aufgrund Gas-, Öl-, Kraftstoff-, Strom-, Wirtschaft- was auch immer Krise eine Renaissance erfahren, soll es nicht selten, richtig romantisch in manchen Haushalten zugehen. 

Ich hab das auch schon alles ausprobiert… Ich hab sogar mal geheiratet. Ok, ich könnte jetzt nicht behaupten, dass dieser eine - kläglich gescheiterte - Versuch, empirisch genug wäre um eine valide Aussage über Sinn oder Unsinn über diese Hochzeitssache zu treffen. Allerdings ist er valide genug für mich, um häufig um jegliche Romantik einen großen Bogen zu machen oder eben ein seltsames Verständnis von Romantik zu entwickeln. 

Jenes kann hin und wieder dazu führen, dass Menschen, welche mich sehr mögen (sowohl platonisch als auch beziehungstechnisch) sich urplötzlich in recht unromantischen oder weniger gemütlichen Situationen wieder finden. 

Sowas kommt beispielsweise vor, wenn ich - wie am Donnerstagabend - auf die gute Idee komme, doch „nen wirklichen Bezirksligaknaller“ zu besuchen. Noch tragischer wird es, wenn ich dann zusätzlich die Mannschaften vertausche… oder die Anstoßzeiten… oder das Stadion… oder den Tag… oder, oder, oder…

Man sieht also: Ein Treffen mit mir ist nicht unbedingt einfach oder ein Genuss. Trotzdem begleitet man mich immer wieder auf irgendwelche Plätze. Aber es ist ja so: Ich zwinge niemanden dazu und manchmal, ja manchmal, da erlebt man auch recht amüsante Situationen.

So auch an diesem Donnerstag, als sich nämlich der Schiedsrichter auf den Rasen begab und das Flutlicht eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Düsseldorfer Rapper Kollegah zu Tage brachte. Vielleicht war er es auch. Ich meine…wir müssen in diesen Zeiten alle schauen wo wir bleiben und wenn man sich beim Pfeifen eines Amateurspiels ein paar Euros dazu verdienen kann, warum nicht. Außerdem kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, dass das Musikbuisness kein lohnenswertes Geschäft mehr ist. 

In der Halbzeit holte ich mir im Vereinsheim auf der BSA Fährsstraße ein 2,70€ „teures“ Füchschen aus der Flasche. Alles andere kam ebenfalls umweltfreundlich aus der Glasflasche.

Hier stand auch der Schiri an der Theke und verlangte nach Kaffee. Kein Wunder, der arme Kerl war sicherlich total kaputt…so zwischen Tonstudio, Konzerten und Amateurfußball. Die Idee ein gemeinsames Bild zu knipsen um euch hier einen fotografischen Beweis zu liefern, hab ich nach einem recht grimmigen Blick seitens Kollegah, dann wieder verworfen.

Der Spielverlauf ist schnell erzählt, so hielt vor ca. 150 Zuschauer:innen Kalkum für ca.15 Minuten dagegen. Dann ging es Schlag auf Schlag…1:0….2:0…3:0….. 

Bei jedem Tor gröhlten 2-4 ältere Herren von der Tribüne: “Schwaaaaartz gelb olé… Wir wolln‘ euch siegen sehn‘… SPARTA!!!“

Dann war Halbzeit und man wies mich darauf hin, dass die gelben Stutzen von Sparta aussahen wie Gummistiefel, welche für eine Wattwanderung verwendet werden. Da ich arg kurzsichtig bin und ganz gern mal meine Kontaktlinsen für mehrere Tage ununterbrochen in den Augen lasse (Kinder! Bitte zu Hause nicht nachmachen! Alle anderen: auch nicht!). Sah ich ab diesem Zeitpunkt nur noch Watt-wandernde junge Männer, die neben der Erkundung der Nordsee, zwischendurch vor einen Ball treten. Ja Danke! 

Zweite Halbzeit und der Anpfiff den es von Trainer Fazeli für die Kalkumer Elf gab, erzielte für eine kurze Dauer auch seine Wirkung. Kalkum kam für ein paar Minütchen durch ein 3:1 nochmal ran und ich hatte die Hoffnung, dass sich vielleicht doch noch ein spannenderes Spiel an diesem Donnerstagabend entwickeln könnte.

Naja… die aufkeimende Hoffnung zerschlug sich dann doch recht zügig wieder. Die Wattwanderung erhöhte. 4:1, 5:1, 6:1. Zwischen dem 5:1 und 6:1 flachte die Partie für ca. 15 Minuten etwas ab. Dies nahm ein Unbeteiligter außerhalb des Sportplatzes zum Anlass „Fast and the furios - Tokyo Drift“ auf dem Schotterplatz vor dem Stadion nachzuspielen. Also zog irgendein Adrenalinjunkie für ca. 5 Minuten und bei brachialer Lautstärke mit seinem oder ihrem 3er BMW, Schotterkreise… mit angezogener Handbremse. 

Und da ging mir ein Licht auf!

Kollegah war gar nicht nur für das Spiel als Schiedsrichter zu Gast, nein der hatte Pause am „Fast and the Furios“ Set! 

Und da schloß sich der Kreis für mich auch wieder. 

Vin Diesel haben wir leider nicht mehr gesehen… aber das muss ja nix heißen… der ist auch relativ klein… 

Zufrieden und etwas durchgefroren ging es dann nach einem Endstand von 6:1 mit einem Hauch von Hollywood nach Hause. Ein schöner Ausflug - auch wenn es keine Autogramme gab.

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